Der genetische Faktor einer Krankheit oder eines persönlichen Merkmals ist der genetische Anteil, der dieses Merkmal oder diese Pathologie reguliert. Er bezieht sich auf die genetischen Varianten, von denen bekannt ist, dass sie einen direkten Einfluss auf das Risiko oder die Anfälligkeit haben, eine Krankheit zu entwickeln oder ein spezifisches Merkmal aufzuweisen. Durch den DNA-Test kann jede Person genetische Varianten aufzeigen, die ihr genetisches Risiko bestimmen. Dieses Risiko ist jedoch nicht absolut, da der Umweltfaktor ebenfalls eine entscheidende Rolle spielt.
Der Umweltfaktor umfasst alle Aspekte des Lebensstils, wie Ernährungsgewohnheiten, Substanzkonsum, Umweltbelastung, Stress und andere externe Faktoren. Diese Faktoren haben einen großen Einfluss auf die Entwicklung komplexer Krankheiten und können in vielen Fällen sogar ausschlaggebender sein als die Genetik. Aufgrund dieser Wechselwirkung zwischen Genetik und Umwelt wird das Risiko für bestimmte Krankheiten eher als eine Anfälligkeit denn als Gewissheit betrachtet. Daher wird in vielen Fällen empfohlen, Änderungen am Lebensstil vorzunehmen, um dem Auftreten von Krankheiten vorzubeugen oder deren Schweregrad zu kontrollieren.
