Ja. Die Schätzung des genetischen Risikos besteht darin, alle mit einer Bedingung in Verbindung stehenden Varianten zu berücksichtigen, die ein Individuum besitzt. Jede beschriebene Variante, die mit einem komplexen Merkmal oder einer Bedingung zusammenhängt, hat ein gewisses „Gewicht“. Aus diesem Grund hängt das genetische Risiko letztlich davon ab, welche Arten von Varianten vorliegen und welches Gewicht in Ihren Ergebnissen überwiegt.
Wenn eine Person nur wenige Risikovarianten aufweist, diese aber ein sehr hohes Gewicht für die Entwicklung der Bedingung haben, ist es trotz vieler vorhandener Schutzvarianten sehr wahrscheinlich, dass dieses Individuum ein erhöhtes genetisches Risiko für die Entwicklung der Bedingung trägt.
